Aha. Vs. Woooow! – Keine nüchterne Bilanz von drei Wochen beziehungsvolles Schenkeinkommen

Aha. Vs. Woooow! – Keine nüchterne Bilanz von drei Wochen beziehungsvolles Schenkeinkommen

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Aha. Vs. Woooow! – Keine nüchterne Bilanz von drei Wochen beziehungsvolles Schenkeinkommen

Als mir vor wenigen Monaten eine Person, die ich dieses Jahr auf einer Konferenz kennengelernt hatte, wie aus dem Nichts 40€ auf mein Konto überwies,
war in mir ein Wooooow!

Ein Wuuuuuuuuusch an Dankbarkeit, Vibrieren meines Körpers, Berührtheit.

Und der Wunsch, auch zu schenken. An eben diese Person. An andere. An mich.

Als mir meine wundervolle Coachin kurz vor meiner Selbsthochzeit erzählte, dass sie mir gerne die Hälfte ihres Honorars für unsere diesjährigen Coachingsessions schenken würde, weil sie auch unglaublich viel durch mich gelernt habe und es nicht als einseitigen Prozess empfand,
war in mir ein Wooooow!

Ein Impuls, diesen Betrag zu ehren, auf keinen Fall als selbstverständlich zu empfinden. Der Impuls, sie noch stärker zu unterstützen, ihre Coachingtätigkeit ausführen zu können.

Und der Wunsch mit diesem Geschenk achtsam umzugehen. Der Wunsch, meine dadurch gewonnene Zeit für Wundervolles zu nutzen.

Als ich wahrnahm, wie knapp meine finanzielle Situation im Dezember ist und mir alle paar Tage Menschen wundervollerweise kleine Geldbeträge für mein beziehungsvolles Schenkeinkommen zukommen ließen,
war in mir ein Aha.

Ein puuuh, ein „noch 10 mehr davon und ich kann mich entspannen“, ein „schon krass, dass das langsamer geht als ich dachte“, ein „ich sollte mir wohl Alternativen für Januar überlegen, wie ich meine Miete zahlen kann“.

Und kein Wunsch, auch zu schenken. Eher ein Gefühl, dass ich gerade brauche, aber nicht geben kann, weil ich nichts habe.
Als ich die erste Auszahlung meines monatlichen Patreonbetrags von 34,50€ bekam,
war in mir ein Aha.

Ein „ich sollte wahrscheinlich darüber schreiben, den aktuellen Stand kommunizieren, es als großen Meilenstein feiern“.

Und ich schrieb 4 Tage an einem Facebookpost, in dem ich Bilanz ziehen wollte über die ersten drei Wochen meines Schenkeinkommens. Und mich bedanken, bei all denen, die mich in den letzten Monaten beschenkt haben. Doch in mir waren Widerstände. Ein Teil in mir wollte diesen fertigen Post einfach nicht veröffentlichen. Denn er war nicht ehrlich.

Als mir gestern eine andere Konferenz-Bekanntschaft von Anfang 2015 75€ überwies und mir schrieb „Es kommt von Herzen, ich habe mich damals spontan entschlossen, Dein Vorhaben zu unterstützen. Das kann ich dir nicht jeden Monat versprechen, aber ich denke, davon gehst du auch nicht aus….Ich bewundere deinen Mut und deine Konsequenz, welche ich auch von mir kenne und damit bin ich immer gut gefahren.“,
war in mir ein Wooooooooow!

Und endlich wieder tiefe Dankbarkeit, Vibrieren meines Körpers, Berührtheit von dem Vertrauen, dass ich von einem Menschen am anderen Ende Deutschlands bekomme.

Und die Realisierung, dass jedes Geschenk bedeutungsvoll ist. Dass von jedem Geschenk – egal ob 1,50€ im Monat oder 300€ auf einmal – eine Kraft ausgeht, die mich schenken wollen lässt.
Dankbarkeit. Das ist einer der Schlüssel, damit dieses Experiment sich so entwickeln wird, wie es meine Vision war. Das Geld alleine schafft noch keine Beziehung. Erst, wenn ich mir Zeit nehme und richtig reinspüre in die Besonderheit jedes einzelnen Geschenks, entsteht Verbundenheit.

Und jetzt bin ich wirklich ehrlich dankbar für alle 24 Menschen, die mich in den letzten Monaten mit Geld beschenkt haben und mich in dieser frühen Phase unterstützen.

Danke aus tiefstem Herzen an: Lorenz, Petra, Thomas, Karl, Donata, Aniella, Niklas, Christoph, Jakob, Jan, Ben, Wiebke, Ruth, Hanno, Alexandra, Aymo, Sophie, Valentin, Bianca, Umut, Judith, Jana und meine Eltern.

Durch euch konnte ich meine Mieten für November und Dezember zahlen und nun bereits auf ein monatliches Schenkeinkommen von 55€ vertrauen <3.

Woooooooooooooooooooooooooooooow!

Alles. Liebe.

Pierre

Hat sich selbst geheiratet, reist durchs Land und erzählt von Leben, die nicht in Lebensläufe passen. Ritualbegleiter in Ausbildung. Selbstexperimentateur von Konsumpause bis Grundeinkommen. Gedichtehebamme.

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