Das beziehungsvolle Schenkeinkommen geht los!

Das beziehungsvolle Schenkeinkommen geht los!

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Das beziehungsvolle Schenkeinkommen geht los!

Nie habe ich etwas vorgehabt, was so konsequent in Übereinstimmung mit meinen Werten ist, was so sehr ich bin. Nie habe ich etwas vorgehabt, was so sehr von der Norm abweicht. ...

Nie habe ich etwas vorgehabt, was so konsequent in Übereinstimmung mit meinen Werten ist, was so sehr ich bin.

Nie habe ich etwas vorgehabt, was so sehr von der Norm abweicht.

Nie habe ich etwas vorgehabt, was meine Familie so wenig nachempfinden kann und was sie so sehr besorgt.

Und was mir jetzt erst klar wird:

Nie habe ich etwas vorgehabt, weswegen sich Menschen, die mir Nahe stehen, möglicherweise von mir abwenden werden.

In zwei Wochen wird sich die Art und Weise wie Geld zu mir kommt, wie ich arbeite, wie ich schenke und beschenkt werde, radikal ändern. Und eigentlich ist es doch wieder nur der nächste logische Schritt für mich, nur konsequent, nur die kontinuierliche Weiterentwicklung meines Handelns. Wie meine Entscheidung, das ganze Jahr 2015 auf den Kauf von Gebrauchsgegenständen zu verzichten, nachdem ich bereits mehr als 5 Jahre keine neuen Klamotten gekauft habe.

Nur dieses Mal rüttle ich an Grundwerten unseres Zusammenlebens. Dieses Mal steht mir ein Experiment bevor, das nur gemeinsam funktioniert oder gemeinsam fehlschlägt. Dieses Mal setze ich mich all den Ängsten aus, dem Neid und dem Schmerz, der in anderen durch mein Vorhaben ausgelöst wird.

Ich möchte meinen Beitrag zur Debatte um das Grundeinkommen und um die Frage, wie wir leben wollen, beisteuern. Mit dem, was ich am besten kann:

Ausprobieren.

Risiken eingehen.

Davon erzählen.

Mich verletzlich machen.

Nachmachen ermöglichen.

Die Frage, ob wir als Gesellschaft bereit für Konzepte wie das Grundeinkommen sind, ist für mich – zumindest aktuell – keine Frage der Finanzierung. Es ist für mich eine Frage der kollektiven Bereitschaft, bedingungslos zu schenken und – womöglich viel brisanter – bedingungslos beschenkt zu werden.

Vertraue ich darauf, dass du Schönes in die Welt bringen wirst, wenn ich dich nicht dafür belohne oder dazu zwinge?

Habe ich es verdient, dass du mir gibst?

Bin ich ein Geschenk?

Ab dem 19. November werde ich das Experiment von „radikalem Schenken“ und eines „beziehungsvollen Schenkeinkommens“ beginnen.

Das sieht in seiner konsequentesten Variante so aus, dass ich dann alles, was ich tue (Coachings geben, Workshops & Vorträge halten, Rap & Poetry schreiben und performen, Lehrerbildungsprojekte umsetzen usw.) nur noch aus der Haltung des Schenkens tue.

Keine Verträge mehr. Nichts mehr aus Verpflichtungsgefühl, nichts mehr aus Mitleid, nichts mehr für Geld oder Status. Radikales Schenken bedeutet auch, dass alles, was ich erschaffe – Fotos, Gedichte, Songs, Modelle, Formate – nicht mehr mir gehört, sondern allen Menschen und open source zur Verfügung steht. All das mag ich tun, um so nah wie möglich an die Kraft zu kommen, die in mir steckt und mit der ich hier bin.

Und gleichzeitig mach ich die Möglichkeit auf – z.B. über das Schenkeinkommen (ein Crowdfunding über das mir Menschen monatlich Geldgeschenke machen können) -, dass auch ich beschenkt werden kann. Ohne Verpflichtungsgefühl. Ohne Mitleid. Ohne Macht auf mein Tun.

Das bricht mit Vielem, wie bisher Lohn und Arbeit gedacht werden. Und ich bin noch weit davon entfernt, die passenden Worte zu finden, um zu erklären, was ich da genau mache, warum ich es mache und was das bedeutet. Aber dem mag ich mich stellen. Und die Worte werden mich finden. Ich werde erzählen.

Das ist wie ein Ruf, der sagt: „Pierre, die Zeit ist jetzt!“

Ich bin nervös.

Ich bin dankbar für alle Menschen, die mich begleitet, geprägt, ermutigt, geprüft und kritisch betrachtet haben.

This is it.

Alles. Liebe

Pierre

Hat sich selbst geheiratet, reist durchs Land und erzählt von Leben, die nicht in Lebensläufe passen. Ritualbegleiter in Ausbildung. Selbstexperimentateur von Konsumpause bis Grundeinkommen. Gedichtehebamme.

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